Besuch im Schauspielhaus

Theatertag der 12A/13 A in Hamburg am 4. April 2011

Blut, Blut, Blut im Schauspielhaus!

Die Schüler des sprachwissenschaftlichen Profils (12A und 13 A) genossen eine zweistündige theaterpädagogische Führung durch das Hamburger Schauspielhaus sowie die Inszenierung von Shakespeares „Romeo und Julia“.

Viel Blut fließt im Theater. Das wurde uns spätestens in der Requisitenkammer des mit 1029 Plätzen größten Schauspielhauses Deutschlands klar. Dort schauten wir dem Requisitenmeister auf die Finger, der an seiner Handfläche verschiedene Blutsorten (gerinnend und nicht gerinnend) demonstrierte und erklärte, dass die Schauspieler bei Mord und Totschlagsszenen auf der Bühne kleine Blutbeutel in der Hand zerdrücken. Der Extremfall „Marat“  beeindruckte: für  jede Aufführung mussten 400 Liter Theaterblut gekocht und in großen Bottichen auf die Bühne geschleppt werden, die dann vergossen wurden. Da spritzt schon mal Blut in die ersten Zuschauerreihen, wie etwas vor einigen Wochen bei „King Lear“. Die Zuschauer mussten blutbespritzt bis zur Pause ausharren.

Faszinierend waren auch die bühnenbildnerischen  Werkstätten, in denen gerade eine neue Perücke für „Faust“ angefertigt wurde und in der Christopher Klug (12 A) Modell stehen musste für eine neue Romeo-Perücke (siehe Bild).

 

Als ernüchternd erlebten wir hingegen das Theaterstück:  Es erschien uns „zu modern“ und  Julia „zu burschikos und selbstsicher“ , so dass  „nichts von der großen Liebe zwischen den beiden überspringt“, so waren unsere Kommentare. Hier ein Beispiel aus dem richtigen „ Shakespeare Stück:

Romeo:

See how she leans her cheek upon her hand./

 O that I were a glove upon that hand/

 that I might touch that cheek.”

 Nichts von dieser romantischen Sehnsucht der Liebenden und den leisen Tönen der Liebe ist in der Inszenierung zu spüren. Uns kam der Tod von Julia und Romeo auf der Bühne deshalb auch übertrieben pathetisch vor. Oder lag es an unserem Wissen über den Blutbeutel in Julias Hand?

Trotzdem war es ein interessanter, anstrengender Tag.

Übrigens eine Information an alle Schüler: Man kann am Hamburger Schauspielhaus auch ein Praktikum machen. Oder einen „Girl’s Day“ in der Requisitenkammer verbringen.

 Die 13 A

 

Die Ergebnisse der Online-Befragung zur Evaluation der Doppelstunden liegen vor:

Befragung der LehrerInnen

Befragung der SchülerInnen

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