
Die Führungsriege bereitet das erste Jahr der Schule am Meer vor (von links): Anne Engels (Koordinatorin Grundschule), Björn Ley (Koordinator Regionalschule), Leiter Hans Heinrich Viebrock sowie Kai Giese (stellvertretender Koordinator Grund- und Regionalschule).
Foto: Petersen
Willkommen, Schule am Meer!
Die organisatorische Verbindung wird mit einer Schülerkette begrüßt
Von Anja Petersen
Büsum - Mit einer spektakulären Aktion starten die Büsumer Schulen am Montag in ihre gemeinsame Zukunft.
Seit dem 1. August gibt es die Neocorus-Schule und das Nordsee-Gymnasium offiziell nicht mehr: Sie bilden nun eine organisatorische Verbindung unter dem Namen „Schule am Meer - Gymnasium mit Grund- und Regionalschulteil des Schulverbandes Büsum-Wesselburen in Büsum". Das Zusammenwachsen der beiden Schulen soll direkt nach den Ferien durch eine Schülerkette zwischen den Standorten am Neuen Weg und an der Otto-Johannsen-Straße versinnbildlicht werden. Um 8.30 Uhr werden - so es das Wetter zulässt — an beiden Standorten jeweils rund 900 Kinder und Jugendliche loslaufen und sich in der Mitte treffen. Dann lassen sie LuftbalIons in die Lüfte steigen, die am Sonntag von Eltern aufgeblasen werden. Anschließend geht es auf den Sportplatz der ehemaligen Neocorus-Schule, wo das neue Kürzel „SaM" nachgebildet wird.
Etwa zwei Jahre lang haben die Vorbereitungen für die organisatorische Verbindung gedauert. Wie Schulleiter Hans Heinrich Viebrock erläutert, soll sich am Schulalltag allerdings erstmal nicht viel ändern. Die Gymnasiasten bleiben am bisherigen Standort, ebenso die Grund und Regionalschüler.
Allerdings sollen nun Sportfeste und das Kindervogelschießen gemeinsam gefeiert werden. Und es gibt nur noch eine Schulleitung, eine Lehrerkonferenz, eine Schüler- und Elternvertretung. Auch die Schülerzeitung „Krabbe" wird es demnächst in einer Gesamtausgabe für die Schule am Meer geben. Erhalten bleiben aber beide Sekretariate als Ansprechpartner für Schüler und Eltern vor Ort. Geändert werden müssen dagegen noch die Namensschilder an den Schulen. Außerdem soll es demnächst einen Wettbewerb bei den Schülern geben, um ein Schul-Logo zu finden.
Die meiste Arbeit kommt wohl auf Hans Heinrich Viebrock zu. Der bisherige Rektor des Gymnasiums hat sich schon auf viele zusätzliche Termine eingestellt. Dafür unterrichtet er allerdings auch weniger als bisher. Der 62-Jährige geht davon aus, dass es noch eine Weile dauern wird, bis die zwei Schulen wirklich zusammengewachsen sind. „So etwas geht nie von einem Tag auf den anderen." Erschwerend komme hinzu, dass es weiterhin zwei Standorte gebe und die Kolleg(inn)en in zwei Lehrerzimmern säßen. Immerhin: Die Büsumer Konstellation könnte Vorbildcharakter haben. „Wir sind in Schleswig-Holstein die einzige organisatorische Verbindung, zu der auch ein Grundschulteil gehört", betont Viebrock. „In Büsum kann man nun von der ersten Klasse bis zum Abitur an einer Schule bleiben."
(aus DLZ vom 12.08.2011)