Die Wärme im Haus halten

Fast alles kann heute gedämmt werden

Von Ole Johannsen
 
Büsum – In der kalten Jahreszeit ist man sehr dankbar für ein warmes Haus. Doch bei den stetig steigenden Heizkosten wird den einen oder anderen nicht mehr so warm um das Herz. Doch die Heizkosten kann man senken, indem man sein Haus gegen Wärmeverlust dämmt und so eine Menge Geld spart. Nebenbei wird so der Ausstoß von Kohlendioxid verringert und außerdem wird etwas Gutes für das Klima getan. Ein netter Nebeneffekt ist, dass neben der langfristigen Senkung der Heizkosten auch noch der Wiederverkaufspreis des Hauses steigt. Doch davor muss erst einmal eine Menge Geld investiert werden.
Heutzutage kann in nahezu allen Bereichen des Hauses gedämmt und sogar bis zu 75 Prozent des Wärmeverlustes einspart werden, mehr ist nicht möglich. So kann man rund 25 Prozent des Wärmeverlustes vermeiden, wenn man seine Fenster und Türen durch neue und gut isolierte Modelle ersetzt oder die bestehenden nachträglich dämmt. Zum Beispiel kann eine einfache zu einer doppelten Verglasung nachgerüstet werden.
Ebenfalls geht 25 Prozent der Wärme durch die Wände verloren, die auf verschiedene Art und Weise gedämmt werden können. Zum einem gibt es die Möglichkeit, ein Wärmeverbundsystem an die Außenwand des Hauses zu installieren. Bei diesem werden 14 Zentimeter dicke Styroporplatten festgeklebt, gedübelt und am Ende verspachtelt. Dadurch wird allerdings das Aussehen des Hauses gravierend verändert.
Doch es gibt die Möglichkeit, die Luftschicht zwischen den den Wänden mit Pelliten, kleinen Styroporkügelchen, auszufüllen und so zu dämmen.
Eine weitere Option, um Wärmeverluste zu verhindern, ist die Isolierung des Daches. Durch das Dach geht rund 15 Prozent der Wärme verloren. Es werden eine Dämmung wie Glaswolle zwischen die Dachsparren gebaut und die Dachziegeln erneuert.
Die letzten 35 Prozent Wärmeverlust gehen durch Lüftung und den Fußboden verloren. Der Fußboden kann mit einem neuen Fundament gedämmt werden, was aber nicht besonders effizient und sehr teuer ist.
Das Lüftungsproblem kann mit einer Lüftungsanlage behoben werden. Diese saugt die verbrauchte Luft mit Ventilatoren ab und ersetzen diese mit frischer Außenluft.
Dabei löst diese auch noch ein weiteres Problem, welches bei einer guten Isolierung auftritt: das Raumklima. „Ein Vier-Personen-Haushalt produziert am Tag etwa zehn Liter Wasserdampf, welcher aus dem Raum entweichen muss, sonst breitet sich Schimmel aus.“ berichtet Wolf Kamler, unabhängiger Energieberater.
Als Folge dessen muss öfter gelüftet werden, wobei viel Wärme verloren geht. Genau das Problem löst die Lüftungsanlage. Nicht nur kann effizient Wärme gespart werden, sondern auch erzeugt werden, wenn die Heizungsanlage erneuert wird. Zum Beispiel kann eine Pelletheizung eingebaut werden, was sogar vom Staat bezuschusst bekommt. Oder die Heizung kann mit zusätzlichen Wärmequellen unterstützt werden, wie Erdwärmepumpe und Solarkollektoren. Die Investitionskosten einer Wärmepumpe von etwa 12 000 Euro rentieren sich aber erst nach etwa zwölf Jahren.
Der Energieberater rät: „Ich kann jedem empfehlen, in die Energiereduktion zu investieren, denn die beste Energie ist die Energie, die man nicht verbraucht.“

aus: DLZ vom 02. März 2010

 

Die Ergebnisse der Online-Befragung zur Evaluation der Doppelstunden liegen vor:

Befragung der LehrerInnen

Befragung der SchülerInnen

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